Naturstein in der modernen Architektur

Aufgrund seiner einzigartigen Oberflächenstruktur, der vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und seiner guten Performance in Sachen Nachhaltigkeit findet der Baustoff Naturstein auch bei modernen Bauprojekten immer öfter Verwendung.

Sei es als Mauerwerk, als Werkstein für Fenster- und Türeinfassungen, in Form von Terrassen- und Gehwegplatten oder Platten für die Innenwandverkleidung oder als Küchenarbeitsplatten, Waschtische oder Kamine – sowohl in der Industrie, im Garten- und Landschaftsbau als auch bei privaten Bauprojekten wird Naturstein seit jeher mit grossem Erfolg zur architektonischen Aufwertung von Immobilien und Gartenanlagen eingesetzt.

 

Naturstein – individuell in jeder Hinsicht

Auch bei internationalen Architekturprojekten werden immer öfter Basalt, Granit, Marmor, Kalkstein, Porphyr, Sandstein und Tonschiefer im Innen- und Aussenbereich von Gebäuden verwendet. Für Architekten erweist es sich dabei als besonderer Vorteil, dass jeder Stein ein Unikat ist, der sich sowohl bei Innenräumen als auch bei der Fassadengestaltung perfekt mit andern Baumaterialien wie Stahl oder Glas kombinieren lässt. Die Wahl der Gesteinsart ist entscheidend, denn jeder Stein prägt ganz individuell die Optik des Gebäudes. Ausserdem hat jeder Naturstein seine ganz spezifische Eigenschaften bezüglich Wasseraufnahme, Frostbeständigkeit oder Druckfestigkeit. Während sich harte Gesteine wie Granit oder Basalt mehr für den Aussenbereich eignen, sind weichere Materialien wie Marmor oder Porphyr speziell für den Innenraum die perfekte Wahl.

Ausgezeichneter Baustoff

Bekannte Projekte von internationalen Architekten machen deutlich, dass die Verwendung von Naturstein nicht einfach ein Trend, sondern eine zeitlose gute Wahl ist. Das Hotel Waldorf Astoria in Berlin, das Historische Museum in Frankfurt am Main oder das AT&T Gebäude in Manhattan sind Bauprojekte, die aufgrund ihrer einzigartigen Verwendung von Naturstein internationale Beachtung fanden. So wurde etwa im Berliner Waldorf Astoria fast der gesamte Gebäudekomplex mit Kalkstein umhüllt. Dabei weisen die detaillierte Steinverarbeitung an der Fassade wie auch das Zusammenspiel zwischen Fassaden- und Fenstergestaltung einen bemerkenswerten Perfektionsgrad aus. Bei der Fassadengestaltung des historischen Museums in Frankfurt am Main entschieden sich die Architekten für die elegante Verbindung zwischen Tradition und Innovation. Der bei der Fassade verwendete Neckartäler Hartsandstein ist ein Naturstein, der im gesamten Rhein-Main-Raum an historischen Gebäudefassaden immer wieder eingesetzt wurde. Passend dazu wurde bei den Satteldächern Naturschiefer verwendet, so wie dies im historischen Zentrum Frankfurts üblich ist. Dank diesem architektonischen Kunstgriff passt sich das Museum mit seinem Neubau perfekt in die Umgebung ein. Das AT&T-Hochhaus in Manhattan ist ein Beispiel dafür, wie eine bestehende Granitfassade bei einer umfassenden Modernisierung gänzlich erhalten bleiben kann. Bei den Steinen handelt es sich um einen Granit, den man auch am Fuss der Freiheitsstatue oder an der Aussenfassade der Grand Central Station findet. Die drei Projekte stehen für ganz unterschiedliche Architekturauffassungen. Doch gerade durch ihre einzigartige Ausstrahlung machen sie klar, warum die natürliche Ressource zu einem der beliebtesten Baustoffe von Architekten, Planern und Landschaftsarchitekten gehört. Gerade heute, wo die Natur und Ihre Ressourcen wieder viel mehr im Zentrum der Aufmerksamkeit stehen, ist die Verwendung von Naturstein nicht nur bauseitig, sondern auch ethisch eine perfekte Wahl. Hier geht’s zu unseren Naturstein-Experten.

AT&T Gebäude Manhattan – postmodernes Wahrzeichen von New York: Das Raster der kleinen Steinplatten an der Fassade mit den von unten nach oben weisenden Linien

Hotel Waldorf Astoria Berlin: Während die Hochhausfassaden glatte Oberflächen aufweisen, sind die Fassaden der Blockränder mit horizontalen Rillen versehen.

Historisches Museum, Frankfurt Am Main: Bei der Gestaltung der Bauwerksfassaden setzten die Architekten auf ortsübliche Materialien.