Natursteinbearbeitung: Zentral für Ästhetik, Sicherheit und Pflege

Wenn es darum geht, den Innen- oder Aussenbereich mit Naturstein zu gestalten, steht für Architekten, Planer und Landschaftsarchitekten meist die Wahl der Steinsorte im Zentrum. Dass neben den natürlichen Merkmalen des Steins auch die Methode der Steinbearbeitung entscheidenden Einfluss auf Optik, Sicherheit und Pflege hat, geht dabei oft vergessen.

Während für Architekten, Planer und Gartenbauer das Hauptaugenmerk meist auf der Wahl der Steinsorte liegt, misst man der Oberflächenbearbeitung oft nur eine untergeordnete Rolle zu. Doch genau hinschauen lohnt sich auch dort, denn nur durch die richtige Oberflächen-Behandlung durch erfahrene Steinmetze kommen die spezifischen Merkmale des Gesteins – Struktur, Festigkeit, Farbe und Maserung – so richtig zur Geltung. 

 

Von der Grob- zur Feinbearbeitung

Naturstein überrascht immer wieder durch die Vielfalt seiner Erscheinungsformen. Um die gewünschte, spezifische Optik zu erzielen, werden Steinoberflächen auch heute noch teilweise manuell bearbeitet. In den meisten Fällen erfolgt die Bearbeitung von Naturstein jedoch durch spezielle Maschinen. Die Bandbreite an Bearbeitungsmethoden ist enorm: Unter die sogenannte, grobe Bearbeitung fallen Tätigkeiten wie Bossieren, Prellen, Spitzen, Zahnen, Stocken, Riffeln, Flammen, Sandstrahlen oder Trommeln. Bei der Feinverarbeitung sind Schleifen, Polieren, Ätzen und Jetstrahlen die gängigsten Methoden. Je nach gewünschter Optik bearbeiten die spezialisierten Steinmetze die entsprechenden Werksteinoberflächen auch frei, d.h. nach ganz individuell entwickelten Techniken, damit die Struktur und die Lebendigkeit des Gesteins bestmöglichst zur Geltung kommt.  

 

Ästhetik. Sicherheit. Pflege.

Die genannten Bearbeitungsmethoden zielen in erster Linie auf optimale ästhetische Wirkung. Doch sie werden auch genutzt, um die Oberfläche des Natursteins bezüglich Sicherheit und Pflege zu gestalten. Wird Naturstein beispielsweise beflammt, raut sich seine Oberfläche auf und wirkt dadurch rutschhemmend. Auch bei sandgestrahltem, gestocktem oder getrommeltem Naturstein wird die Oberfläche rau und damit rutschfest. Weil raue Oberflächen schwieriger zu reinigen sind als feine, finden diese vor allem im Aussenbereich Verwendung. Für den Innenbereich werden Steinoberflächen mit Schleifmitteln bearbeitet. Für Steinmetze war das früher Schwerstarbeit. Dank moderner Steinschleifmaschinen, die mit Diamanten oder mineralischen Schleifkörnern versehene Schleifscheiben verwenden, ist die Feinbearbeitung wesentlich kürzer und kostengünstiger. Bei Fragen rund um die Oberflächenbearbeitung von Naturstein sind unsere Stein-Experten für Sie da.

Bei der Natursteinbearbeitung spielen Beständigkeit, Rutschsicherheit und Reinigungskosten eine wichtige Rolle.

Früher wurden Natursteinoberflächen von Hand bearbeitet - heute meist maschinell.

Dank richtiger Bearbeitung lässt sich eine individuelle Wirkung erzielen.