Natursteintreppen – ästhetisch und trittsicher

Edle Natursteintreppen aus Granit, Marmor, Quarzit oder Schiefer findet man sowohl im Innen- wie auch im Aussenbereich von Gebäuden. Damit Natursteintreppen sowohl ästhetisch als auch punkto Sicherheit allen Anforderungen entsprechen, ist wie immer bei Natursteinprojekten eine gute Planung entscheidend. Denn Fehler – etwa bei der Wahl der Natursteinsorte – lassen sich im Nachhinein nur noch unter hohem Kostenaufwand korrigieren.

Wer schon an der Spanischen Treppe in Rom gesessen ist oder an den Treppenstufen von Naravasi, die zum Ganges hinunterführen, kennt das Gefühl: Es gibt nur wenige andere architektonische Bauwerke, die der Ästhetik einer Treppenanlage aus Naturstein das Wasser reichen können. Die Natursteintreppe galt über Jahrhunderte hinweg als das klassische Inbild jeder Treppe. In der achttausend Jahre alten Anlage von Zikkurats – ein an den Turm zu Babel mahnender Tempelturm in Mesopotamien – spürt man noch den uralten Symbolgehalt der Treppe. Es ist die Verbindung von unten nach oben, zwischen Himmel und Erde. Weit profaner ging es in den griechischen und römischen Amphitheatern zu. Hier konnten die Zuschauer Platz nehmen, um die Dramen der Welt auf der Bühne in Kurzform zu erleben. Im Mittelalter begann man zunehmend mehrgeschossige Treppen zu bauen, weshalb nicht nur die Bedeutung von Treppen, sondern auch die Vielfalt an Treppentypen ­– von gradläufig bis gewendelt, von einläufig bis dreiläufig – zunahm. Erst in der Moderne übernahm dann der Lift in Geschäftsgebäuden und in öffentlichen Bauten zumindest teilweise die uralte Funktion des Vermittlers zwischen unten und oben.

 

Bei Aussentreppen repräsentative Gestaltung im Fokus

Treppenanlagen im Garten sind oft ein beliebtes Mittel, um der Ästhetik eines Gebäudes zusätzlich Wirkung zu verleihen. Je nach architektonischem Kontext eignen sich Treppen zudem ideal als Aufenthaltsort unter freiem Himmel. Doch erst, wenn eine Treppe im Aussenbereich richtig geplant und in den Gesamtkontext eingebunden ist, kann es gelingen, daraus etwas wirklich Besonderes und Stilprägendes zu machen. Bei Treppen, die im Aussenbereich liegen, ist aber vor allem ein Kriterium entscheidend: Nämlich, dass die Oberfläche rau und rutschsicher gefertigt ist. Ebenfalls muss der gewählte Stein wetterfest und auch frostbeständig sein. Während etwa bei Granit die Frostbeständigkeit grundsätzlich garantiert werden kann, ist diese bei typischerweise verwendeten Steinsorten wie Sandstein, Schiefer, Quarzit und Travertin immer von der Beschaffenheit des gewählten Materials abhängig. Bei Aussentreppen aus Naturstein muss man zudem stets berücksichtigen, dass die Treppenstufen immer mit Gefälle verlegt werden, selbst wenn der Eingangsbereich überdacht ist.

 

Im Innenbereich steht die Trittsicherheit an erster Stelle

Bei der Planung von Treppen im Innenbereich stehen Bauherren, Planern und Architekten wesentlich mehr Steinsorten zur Verfügung als im Aussenbereich. Dies, weil Innentreppen nicht Wind und Wetter ausgesetzt sind. Dennoch kann die Wahl der Oberfläche begrenzt sein. Denn gerade bei öffentlich oder gewerblich genutzten Treppen ist die Rutschfestigkeit und Trittsicherheit klaren Normen und Richtlinien unterworfen. Schliesslich gehören Treppen naturgemäss zu den unfallträchtigsten Stellen von Gebäuden. Mehr Informationen dazu finden Sie auf www.bfu.ch/ oder unter www.treppensicherheit.ch. Wenn eine Treppe im Innenbereich richtig inszeniert ist, dann überzeugt sie nicht nur durch optimale Funktionalität, sondern wird zu einem zentralen Bestandteil des gesamten Raumdesigns. Dazu macht es Sinn, sich von einem Experten beraten zu lassen. Bei Fragen kontaktieren Sie unsere Naturstein-Profis.

Vorbild für den Turm zu Babel? Anlage von Zikkurats, 6000 v. Chr, Mesopotamien.

Nicht nur im Film überwältigend: Potemkinsche Treppe, Odessa (Ukraine).

Treppenstufen zum Ganges, Naravasi (Indien). Nach jeder Regenzeit werden die Treppenstufen durch die Reinigungscrew der Stadt vom Schlamm befreit.

Freitreppe Dorfplatz Meilen: Blockstufen kommen ohne Betonkern aus, da die Stufen eine Festigkeit von 15 Zentimeter oder mehr besitzen.

Holmtreppen: Da diesem Typ von Natursteinstufe eine statische Bedeutung zukommt, sollte der Stein mindestens eine Dicke von 6 cm aufweisen.

Bei Belagstreppen wird ein Betonkern mit in der Regel drei Zentimeter dicken Trittstufen und zwei Zentimeter dicken Setzstufen verkleidet.