Praktische Tipps für die Naturstein-Reinigung im Freien

Grundsätzlich ist die Reinigung von Natursteinoberflächen im Garten nicht zwingend notwendig. Doch Schmutz, Algen oder Moos sind für viele Gartenbesitzer aus ästhetischen Gründen störend. Bevor man eine Natursteinreinigung durchführt, lohnt es sich, ein paar praktische Tipps zu beachten. Denn eine unsachgemässe Behandlung kann zu Schäden führen.

Natursteine, die im Freien verbaut werden, sind Tag für Tag der Witterung ausgesetzt. Bereits nach ein paar Monaten können sich Moos, Algen oder Schmutzablagerungen auf der Oberfläche bilden. Da mit Naturstein gestaltete Oberflächen in modernen Gartenanlagen oft makellos wirken sollen, werden Natursteine im Aussenbereich heute deutlich öfter gereinigt als früher.

 

Die gängigsten Mittel für die Natursteinreinigung sind es alkalische Lösungen, also Laugen. Aber auch Säuren und Lösungsmittel spielen eine wichtige Rolle. 

Oft reicht aber eine mechanische Reinigung, mit Hilfe von Siliziumbürsten oder Pads. Bei jeder Reinigung spielt die Ausführungstemperatur eine wichtige Rolle. Bei warmer Witterung werden deutlich bessere Resultate erzielt. Zudem entfalten

die eingesetzten Mittel ihre Wirkung erst nach einer gewissen Zeit. Hartgesteine wie Granit oder Gneis sind bei der Reinigung grundsätzlich unproblematisch. Schmutz auf Hartgesteinen kann mit mechanischen oder mit chemischen Mitteln problemlos entfernt werden. 

 

Besondere Vorsicht ist hingegen bei der Reinigung von kalkhaltigen Steinen geboten. Marmor, Kalksteine, Muschelkalksteine, Travertin, aber auch manche Sandsteine dürfen unter keinen Umständen mit Säuren behandelt werden. Auch bei der mechanischen Reinigung können Schäden am Stein entstehen. Bei Problemen, etwa wenn sich Flecken auch bei wiederholter Reinigung nicht beseitigen lassen, lohnt es sich, eine Fachfirma beizuziehen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass dauerhafte Schäden am Material entstehen. 

 

Einsatz von Hochdruckreinigern

Hochdruckreiniger liegen im Trend, für die Natursteinreinigung sollten sie aber nicht verwendet werden. Sie arbeiten zwar schnell. Doch mittel- und längerfristig schafft man sich damit oft grosse Probleme. Mit der Hochdruckreinigung werden im Gestein viele neue Poren geschaffen, worin sich in der Folge der Schmutz immer schneller und tiefer ansetzt, so dass man im nächsten Jahr noch härter reinigen muss. 

 

Versiegelung von Natursteinoberflächen

Viele Kunden wünschen sich eine Versiegelung, also eine Beschichtung, die den Stein verschliesst. Das ist für Naturstein aber problematisch, speziell im Freien. Denn es ist wichtig, dass die Steinoberfläche bei Regen Feuchtigkeit aufnehmen und bei der Trocknung wieder abgeben kann. Sonst bilden sich unterhalb der Beschichtung mit der Zeit Flecken, die sich nur schwer oder gar nicht entfernen lassen. 

 

Quelle: Interview Robert Stadler (Zürich) mit der Hägni AG